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GMiT Neustart

Er hatte ein Ziel. Er hatte eine Mission. Er hatte einen Plan. 

„… und Er bestellte zwölf, damit sie bei ihm seien, und damit er sie aussende zu predigen …“ (Mk 3,14)

Nur wenige Jahrzehnte, nachdem er den ersten Teil seiner Mission erfüllt und den Grund gelegt hatte, können wir aufgrund der Zeugnisse und Berichte im NT feststellen, dass sein Plan aufging und seine Strategie erfolgreich war. Denn das Evangelium und das Wort Gottes hatten sich im römischen Reich ausgebreitet, sehr viele waren zu Jüngern des Herrn Jesus Christus geworden, und in zahllosen örtlichen Gemeinden offenbarte sich das Leben und die Wirklichkeit des Sohnes Gottes und brannte das Licht der Wahrheit und der Liebe Gottes.

Drei Vorbilder – ein Trainingsprogramm

Jesus und die zwölf: Ein ganz entscheidender Teil seiner Strategie war es, für seine so außergewöhnliche Mission ein paar „gewöhnliche“ Männer zusammenzurufen. Er nahm sich Zeit für sie und teilte sein Leben mit ihnen. Für eine gewisse Zeit waren sie miteinander unterwegs, eine lernende Gemeinschaft, mit Jesus in ihrer Mitte und ihn vor ihren Augen und Ohren. In dieser Zeit lernten sie ihn immer besser kennen. Sie bekamen Orientierung, Unterweisung, und einen klaren Auftrag. Sie erhielten wichtige Lektionen für ihren Charakter, sie lernten Jesus zu gehorchen. Sie wurden vertraut mit seinen Worten und Taten, mit seinen Gedanken und mit seinem Herzen. Sie ließen sich von ihm prägen und verändern. In dieser Gruppe lernten sie auch Gemeinschaft, Demut, einander anzunehmen und miteinander zu teilen, und gemeinsam ihrem Herrn zu dienen. Jesus hatte die richtigen Männer ausgewählt. Denn als er sie dann zurückließ, zeigte sich, dass ihr Leben vielfache Frucht brachte und sie zu Multiplikatoren wurden. So „gewöhnlich“ diese Männer zunächst waren bezüglich ihrer Herkunft, ihres Charakters und ihrer Fähigkeiten, so „außergewöhnlich“ zeigten sie sich in ihrer Treue, Glaubensgehorsam und Liebe. Von Menschen wie ihnen hatte Jesus gesagt: Ihr seid das Salz der Erde … ihr seid das Licht der Welt.

Paulus und Timotheus: Paulus diente dem Herrn als berufener Apostel in der Pioniermission, in der Gemeindegründung, in der Stärkung und Begleitung der Gemeinden, und dem Lehren des Wortes Gottes. Auch er wählte Männer aus, die ihn begleiteten, und die er als „Menschen Gottes“ ausbildete. Wie er das tat, sehen wir besonders bei Timotheus. Und er wies Timotheus an, dies ebenso zu tun:

Und was du von mir in Gegenwart vieler Zeugen gehört hast, das vertraue treuen Menschen an, die tüchtig sein werden, auch andere zu lehren! (2. Tim 2,2)

Paulus und die Schule des Tyrannus… und sonderte die Jünger ab, indem er sich täglich in der Schule des Tyrannus unterredete. Dies aber geschah zwei Jahre lang, so dass alle, die in Asien wohnten, sowohl Juden als auch Griechen, das Wort Gottes hörten. (Apg 19,9-10)

Die Frucht davon, dass Paulus in Ephesus die Jünger beiseite nahm und sich für eine gewisse Zeit regelmäßig mit ihnen unterredete, war, dass das Wort Gottes in der ganzen Region ausgebreitet wurde.

Eine lernende Gemeinschaft auf Zeit, die persönliche Betreuung und Begleitung in Leben und Dienst, und die Ausbildung und das unmittelbare Anwenden des Gelernten mitten im Leben in der engen Bindung an das Wort Gottes bilden die Grundlagen für ein Trainingsprogramm für Mitarbeiter.

Worum geht es?

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Das Werk Gottes ist keine Materialschlacht.

Er gab uns ein Buch.

Es kommt von ihm genau so wie es ist. In seiner Weisheit hat er es für gut befunden, es uns so zu geben, wie es uns vorliegt. Wir können davon ausgehen, dass es vollkommen ist, denn es kommt schließlich von ihm. Es könnte kein besseres Buch für uns geben. Es steht wirklich alles drin, was Gott uns mitteilen will, nicht mehr und nicht weniger, und das auf die bestmögliche Weise. Es ist das Buch Gottes für alle Menschen, ohne Ausnahme. Er will, dass jeder es so wie es ist in seine Hände bekommt, und anfängt darin zu lesen.

Ich liebe dieses Buch! Ich erinnere mich an die Zeit, als ich dieses Buch wirklich „entdeckt“ habe! In meiner Studentenzeit bin ich damals zu einer kleinen Gemeinde dazu gestoßen, und ich erinnere mich noch daran, wie ich das erste Mal dabei war, als sie sich wie gewohnt zum Bibellesen trafen. Sie lasen fortlaufend aus einem biblischen Buch, und dachten dann über einen Abschnitt nach und tauschten darüber aus und trugen jeder seine Beobachtungen und Einsichten bei. Sie gingen sorgfältig mit dem Wort um und schauten genau hin, und ich staunte darüber, was sich da hinter jedem Wort und Satz des geschriebenen Wortes auftat und ich den Sinn verstand. Mit einem Mal spürte ich die Gegenwart Gottes in dem, was wir lasen. Ich spürte, dass ich von Gott selbst berührt wurde, und es um die ganz wesentlichen Dinge meines Menschseins geht. Ich erkannte, dass Gott tatsächlich in diesem Buch redet, und er uns in seine Wirklichkeit einführt, eine neue Welt tat sich für mich auf. Ich verstand, dass dies das Buch Gottes ist. Ich fühlte mich zu diesem Gott hingezogen, ich war bei ihm angekommen, und es kam etwas in Gang zwischen ihm und mir, indem ich dem Licht des Wortes folgte und der Wahrheit gehorsam wurde. Mein Herz brannte, ich hatte Blut geleckt, ich wollte mehr davon! In der Folgezeit habe ich dieses Buch „gefressen“, es hatte mich gepackt, und seitdem nie mehr losgelassen. Seither bin ich wie viele andere ein „Mann des einen Buches“.

Ich wünsche jedem diese Schlüsselerfahrung auf seinem Weg, Gott zu entdecken und mit Gott zu leben! „Das Werk Gottes ist keine Materialschlacht.“ weiterlesen

Stellungnahme zu „Zerstörerisches Wachstum“

Es ist leider so, dass man das Gleiche anschauen kann, und dabei zu ganz unterschiedlichen Beurteilungen und Ergebnissen kommen kann, selbst wenn man sich dabei auf der selben Basis wähnt, im Glauben an das und der Liebe zum Wort Gottes, um darin für Glauben und Leben und die Arbeit und Bemühungen für das Evangelium die verbindlichen Wahrheiten, Vorbilder, Werte, Einsichten und Prinzipien zu finden. Besonders krass haben das einige so empfinden müssen, die sich mit verschiedenen Gemeindegründungsbewegungen und einigen ihrer Vertreter beschäftigt haben, und dann das im November 2012 erschienene Buch „Zerstörerisches Wachstum“ von Rudolf Ebertshäuser in die Hände bekommen haben! Da dieses Buch nun wegen seiner extrem negativen Darstellung und Beurteilungen und seiner heftigen Angriffe auf viele konservative christliche Werke und Leiter leider auch dazu geeignet ist, in den Gemeinden für Verwirrung, Parteiungen und Konfliktpotential zu sorgen, haben es einige für notwendig erachtet, in einer gemeinsamen Stellungnahme zu diesem Buch eine zweite Sicht auf die angesprochenen Themen zu geben, die teils eklatanten Fehler und Schwächen des Buches aufzudecken, und damit zu einer differenzierten und ausgewogenen Betrachtung beizutragen.  Denn dass es sich bei den behandelten Themen um sehr wichtige Themen handelt, dürfte dabei sowohl Gegnern wie Befürwortern von aktuellen Gemeindegründungsbewegungen klar sein!  Denn es geht um nichts weniger als die wirksame und gesunde Ausbreitung des Evangeliums von Jesus Christus und die Erfüllung dessen, was im Herzen Gottes ist! Diese Stellungnahme stellen wir hier gerne für Interessierte zur Verfügung, da es darin eben auch um das geht, für das wir leben und hier schreiben.

Gesundheit statt Zerstörung – Stellungnahme März 2013

Für unsere Gemeinden hier im Allgäu und Oberschwaben haben wir noch eine persönliche Ergänzung zu dieser Stellungnahme geschrieben, in der wir vor allem die Punkte herausstellen wollen, die wir aus der Beschäftigung mit Gemeindegründungsbewegungen gelernt haben und für wertvoll erachten. Auch diese stellen wir hier gerne für einen weiteren Kreis von Interessierten zur Verfügung.

Gesundheit statt Zerstörung – Stellungnahme Anhang 2013-05-05

Darum liebe ich Jesus Christus …

Wenn wir über Ziele, Anliegen, Ideen, Strategien, Methoden, Erkenntnisse, Erfahrungen … reden und sie teilen wollen, dann kann leicht in den Hintergrund geraten, dass es doch in Wirklichkeit nur um einen geht: Jesus Christus! Heute will ich über IHN schreiben, und sagen, warum ich ihn liebe, ihm vertraue, ihm folge. Ich verehre ihn von ganzem Herzen. Ich freue mich an ihm, Dankbarkeit ist in meinem Herzen, und seit ich ihn kenne und überführt bin von dem, wer er wirklich ist, ist mein Leben nicht mehr dasselbe wie vorher. Ich kann mein Leben in zwei Teile einteilen: bevor ich Jesus kannte, und nachdem ich ihn erkannte, und ich brauche nicht sagen, welcher Teil der bessere war und ist … Biete mir alles an, was diese Welt zu geben hat – ich werde es ohne Zögern für nichts achten, und für ein Haschen nach Wind, wenn ich darin meinen Sinn und Bestimmung finden wollte. Es ist nicht wert, verglichen zu werden mit dem, was ich in IHM gefunden habe! ER lebt, er ist da, und nicht fern von einem jeden von uns!

„Darum liebe ich Jesus Christus …“ weiterlesen

Gemeindegründungsbewegungen – Eine Momentaufnahme

Unter diesem Titel erschienen im September 2010 anlässlich der Impulstage und anschließenden Trainingskonferenz für Gemeindegründung in Rehe eine Sammlung von Artikeln über Gemeindegründungsbewegungen von David L. Watson, herausgegeben von der DIM Deutsche Inland Mission. Die veröffentlichten Artikel sind Beiträge seines Blogs, die dafür ins Deutsche übersetzt worden sind. Diese Sammlung in Buchform liegt nun in zweiter Auflage vor, sprachlich überarbeitet und korrigiert und um einige Artikel und Gastbeiträge von Paul Watson und David Broodryk ergänzt. Als PDF-Datei können wir diese Sammlung hier zum Download zur Verfügung stellen.

Auch wenn wir nicht alle in diesen gesammelten Beiträgen vertretenen Überzeugungen und Ansichten teilen, sind wir der Meinung, dass wir darin viele wertvolle Impulse für die Ausbreitung des Evangeliums und Gemeindegründung erhalten und auf einige biblische Wahrheiten und Prinzipien hingewiesen werden, die vielfach übersehen werden, verloren gegangen sind und vernachlässigt werden.

Ein Brief Christi – gekannt und gelesen von allen Menschen

Ihr seid unser Brief, eingeschrieben in unsere Herzen, gekannt und gelesen von allen Menschen. Von euch ist offenbar, dass ihr ein Brief Christi seid, angefertigt durch uns im Dienst, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne Tafeln des Herzens. 2. Kor 3,2-3

Wie kommt der Herr Jesus Christus, das Wort Gottes, das Evangelium, zu allen Menschen? Was sind die Mittel und Wege, wie das, was Gott mitzuteilen hat, wirklich dort ankommt, wo es so dringend gebraucht wird? Dies ist die Herausforderung. Wir interessieren uns brennend dafür, wie es dazu kommen kann, dass es von Gottes herrlicher Botschaft heißen mag, sie ist tatsächlich „gekannt und gelesen von allen Menschen“, beginnend da wo wir sind, in unserer Ortschaft, Stadt und Region? Ein Brief ist ja eine persönlich adressierte Mitteilung, die von einem Absender bei einem bestimmten Empfänger ankommen soll. Wie sieht der Plan Gottes aus, dass seine Botschaft  die Adressaten, nämlich jeden Menschen, tatsächlich „erreicht“, gelesen und verstanden wird, oder zumindest werden kann? „Ein Brief Christi – gekannt und gelesen von allen Menschen“ weiterlesen