Angeworben von ihm

Salomo geht im Buch Prediger einer Frage nach, die er am Anfang nennt in Kap. 1,3:

Welchen Gewinn hat der Mensch bei all seiner Mühe, womit er sich abmüht unter der Sonne?

Der Prediger fragt: Was bringt mir das, was ich in meinem Leben tue? Was habe ich letztlich von all meiner Beschäftigung und Mühe? Macht es einen Sinn, womit ich mein Leben und meine Zeit zubringe? Was für einen Nutzen habe ich davon? Was soll das ganze? Und daraus resultiert dann auch folgerichtig eine Frage, die uns dann in Kap. 6,12 dargelegt wird:

Wer weiß, was dem Menschen gut ist im Leben, die Zahl der Tage seines eitlen Lebens, die er wie ein Schatten verbringt?

Wer kann mir sagen, was gut ist in diesem Leben, mit was wir unser Leben zubringen sollen, was der eigentliche Sinn unseres Daseins und all dessen, was wir hier unter der Sonne tun, ist?

Diese Frage ist vor allem auch eine Frage für junge Menschen, wenn sie erwachsen werden, ob sie sich bewusst diese Frage stellen oder eher unbewusst davon getrieben werden. Was fange ich mit meinem Leben an? Was ist mir wichtig? Womit fülle ich mein Leben? Habe ich Angst etwas zu verpassen? Was ist wirklich das, für das sich zu leben lohnt? Was ist wirklich das, was gut ist? Jungen Menschen standen noch nie so viele Möglichkeiten offen wie heute. Und ihr Leben liegt vor ihnen, und viele Entscheidungen stehen für sie an. Eine können wir dabei leicht übersehen.

Im NT finden wir ein Wort von Jesus, der urteilte in Mk 8,36:

Denn was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt und seine Seele einbüßt?

Es geht ganz offensichtlich um mehr in unserem Leben, als das auszuschöpfen, was diese Welt uns alles so zu bieten hat! Darum noch einmal die Frage des Predigers Salomo:

Wer weiß, was dem Menschen gut ist im Leben, die Zahl der Tage seines eitlen Lebens, die er wie ein Schatten verbringt?

Es ist doch so, dass der Mensch mehr oder weniger orientierungslos durch dieses Leben stolpert und umherirrt, – bis er den trifft, der ihm sagt, was dem Menschen gut ist im Leben, und wie er sein Leben zubringen soll, der zu ihm spricht: Mach’s doch so …

Ich zitiere auch noch einen anderen Mann, Paulus, der im Bewusstsein seines bevorstehenden Todes, schrieb in 2.Tim 4,6-8:

… die Zeit meines Abscheidens ist gekommen. Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe den Glauben bewahrt. Fortan liegt mir bereit die Krone der Gerechtigkeit, die der Herr, der gerechte Richter, mir zur Vergeltung geben wird …

Hier spricht offensichtlich ein Mann, der am Ende seines Lebens triumphiert, der viel gearbeitet und sich abgemüht hat, der gekämpft und seinen Lauf vollendet hat, und einen herrlichen Lohn erwartet. Und er wusste, wofür er gekämpft hat und gelaufen ist und sich abgemüht hat. Er hatte einen Auftrag und ein Ziel, und nachdem er ihn ausgeführt hat, konnte er glücklich und zufrieden sterben, in der Freude auf einen ewigen Lohn. Aber, was er vor allem hatte, er hatte einen Herrn, der ihm genau dieses gesagt hatte, was gut ist im Leben.

Vielleicht können wir uns gut wiederfinden in dem Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg (Mt 20,1-7). Der Herr geht morgens aus, um Arbeiter für seinen Weinberg anzuwerben. Und er geht weitere Male aus, zur dritten, sechsten, neunten und elften Stunde (das ist 1 Stunde vor Feierabend), und jedes Mal sieht er etliche müßig herumstehen. Und um die elfte Stunde sprach er zu den Herumstehenden:

Was steht ihr hier den ganzen Tag müßig?

Und sie antworten ihm:

Weil niemand uns angeworben hat!

Sie hatten darauf gewartet, dass jemand sie anwirbt. Auch wenn wir in unserem Leben bisher nicht müßig waren, ganz im Gegenteil es vielleicht mit viel Arbeit und Aktivitäten und Zeitvertreib angefüllt war, war es im geistlichen Sinn doch so, dass wir in Wirklichkeit in unserem Leben nutzlos und tatenlos herumgestanden sind, ohne wirklich zu wissen, was wir tun und anfangen sollen. Die Menschen warten darauf, angeworben zu werden. Und der Herr Jesus Christus, der Sohn Gottes kam auf diese Welt, und wir können ihn dabei beobachten, wie er genau das tat. Er warb Menschen. Hast du das Gefühl, dass du noch irgendwie herum stehst? Er will dich anwerben! Er wird dir sagen, was gut ist im Leben!

Als Jesus Simon und Andreas, und Jakobus und Johannes rief, da waren sie mit ihrem Tagewerk als Fischer beschäftigt (Mk 1,16-20). Der Herr rief sie an mitten in ihrem Leben, in ihrem Alltag. Und ihre Herzen waren bereit, in ihm den zu erkennen, der Gott selbst ist und die Worte Gottes zu ihnen sprach. Er tauchte auf einmal auf in ihrem Leben, kurz vorher waren sie ihm begegnet und hatten seine Worte gehört, und nun ging er dort am See Genezareth entlang und kam dort vorbei, wo sie lebten und arbeiteten, und rief ihnen zu: Kommt, folgt mir nach! Wem oder was immer ihr bisher nachgefolgt seid, folgt mir nach! Und etwas an ihm war so vertrauenswürdig, so rein, wahrhaftig, so anziehend in seiner Ausstrahlung an Licht und Liebe, dass wir sehen: sie folgten ihm ohne Zögern, gerne, willig und ganz. Sie standen mitten im Leben, und wurden nun angeworben von dem, der ihrem Leben einen tieferen Sinn geben wollte, einen höheren Plan mit ihnen hatte. Er deutet es an, indem er sagt:

Ich werde euch zu Menschenfischern machen.

Er hatte sie unter anderem auch dafür angeworben, damit sie für ihn nützlich seien. Ihr Leben auf dieser Erde sollte nun einen ewigen Sinn bekommen. Er wollte sie gebrauchen, um noch viele andere Menschen zu gewinnen. Er würde sie dafür ausbilden und zurüsten, und er wurde ihr Herr und Meister und Vorbild, dem sie dienten und dem sie sich unterwarfen.

Wie empfindet einer, den der Herr angeworben hat? Paulus bringt es auf seine Art zum Ausdruck in 1.Tim 1,12-13:

Ich danke Christus Jesus, unserem Herrn, der mir Kraft verliehen hat, dass er mich für treu erachtet hat, indem er den in den Dienst stellte, der zuvor ein Lästerer und Verfolger und Gewalttäter war. Aber mir ist Barmherzigkeit zuteil geworden, weil ich es unwissend und im Unglauben tat.

Und er schreibt in 2.Tim 2,11-12:

… zu dem ich bestellt worden bin als Herold und Apostel und Lehrer der Nationen. Aus diesem Grund leide ich dies auch, aber ich schäme mich nicht, denn ich weiß, wem ich geglaubt habe, und bin überzeugt, dass er mächtig ist, das ihm von mir anvertraute Gut auf jenen Tag zu bewahren.

Paulus wusste, zu was der Herr ihn bestellt, ihn angeworben hatte. Und er sagt, dass er auch dafür leidet und sich nicht schämt. Denn er weiß ja, wem er geglaubt hat und sein Leben anvertraut hat! Er weiß, mit wem er es zu tun hat, er weiß um seine Macht, und dies gibt ihm tiefe Geborgenheit und ist ihm tiefe Motivation. Es ist tiefe Bewunderung und Anbetung seines Herrn, die ihn dann zeit seines Lebens antrieb, alles für ihn zu geben.

Und er spricht weiter zu seinem geliebten geistlichen Kind und Mitarbeiter in 2.Tim 2,3-4:

Nimm teil an den Trübsalen als ein guter Streiter Christi Jesu. Niemand der Kriegsdienste tut, verwickelt sich in die Beschäftigungen des Lebens, damit er dem gefalle, der ihn angeworben hat.

Er gebraucht hier das Bild von einem Kriegszustand, und von Menschen, die sich haben anwerben und berufen lassen als Soldaten, ihrem König zu dienen. Es gibt einen Feind, gegen den es zu kämpfen gilt. Er ermahnt ihn, sich nicht verwickeln zu lassen in all die Beschäftigungen dieses Lebens, d.h. lass dich auch nicht täuschen und gefangen nehmen von allem, was dieses Leben dir zu bieten hat. Dankbar kann ich natürlich mich an diesem und jenem freuen. Aber vor allem sei auf eines bedacht: wie kann ich dem gefallen, der mich angeworben hat? Lass Dich anwerben von ihm, folge ihm nach, lerne von ihm und suche in allem dem zu gefallen, der Dich angeworben hat. Er wird dir zeigen, wie du leben sollst, wo dein Platz ist, was du für ihn tun kannst, ganz gleich, wie sein Wille auch für dich ganz persönlich aussehen mag.

Aber, was für Leute sucht der Herr Jesus für sein Vorhaben?

Lk 14,25-35 Es gingen aber große Vollksmengen mit ihm, und er wandte sich um und sprach zu ihnen: Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater und seine Mutter und seine Frau und seine Kinder und seine Brüder und Schwestern, dazu aber auch sein eigenes Leben, so kann er nicht mein Jünger sein. Wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachkommt, kann nicht mein Jünger sein. Denn wer unter euch, der einen Turm bauen will, setzt sich nicht zuvor hin und berechnet die Kosten, ob er das Nötige zur Ausführung hat? – damit nicht etwa, wenn er den Grund gelegt hat und nicht zu vollenden vermag, alle, die es sehen, anfangen, ihn zu verspotten, und sagen: Dieser Mensch hat angefangen zu bauen und vermochte nicht zu vollenden. Oder welcher König, der auszieht, um sich mit einem anderen König in Krieg einzulassen, setzt sich nicht zuvor hin und beratschlagt, ob er imstande sei, dem mit zehntausend entgegenzutreten, der gegen ihn kommt mit zwanzigtausend? Wenn aber nicht, so sendet er, während er noch fern ist, eine Gesandtschaft und bittet um die Friedensbedingungen. So kann nun keiner von euch, der nicht allem entsagt, was er hat, mein Jünger sein. Das Salz nun ist gut, wenn aber das Salz kraftlos geworden ist, womit soll es gewürzt werden? Es ist weder für das Land noch für den Dünger tauglich, man wirft es hinaus. Wer Ohren hat, zu hören, der höre!

Es waren damals durchaus viele Menschen von Jesus angetan, und kamen zu ihm und gingen ihm nach. Doch der Herr war nicht unbedingt zufrieden, und präzisiert seine Anforderungen an seine Jünger. Die Liebe zu ihm muss die Liebe zu irgendjemand anderem und zu sich selbst weit übersteigen. Sein Kreuz zu tragen bedeutet außerdem, sein eigenes Leben preiszugeben und hinzugeben, es um seinetwillen zu verlieren. Auch jeder Soldat, der in den Krieg zieht, muss bereit sein, sein eigenes Leben für ein höheres Gut einzusetzen und notfalls zu verlieren: es geht z.B. um die Verteidigung von Freiheit, Gerechtigkeit, den Schutz von Volk und Vaterland. Jünger brauchen ein tiefes Bewusstsein von einer höheren Sache, einem kostbaren Gut, einer wunderbaren Person, einem herrlichen König, einem großen Ziel, für das es zu leben und sterben lohnt. Sie brauchen eine tiefe Liebe zu Jesus ihrem Retter und Herrn, und eine hingebungsvolle Bereitschaft, für ihn zu leben und zu sterben und dem alles andere unterzuordnen.

Wer ist derjenige, von dem der Herr hier spricht, der einen Turm bauen will? Wer ist der König, der gegen einen anderen Herrscher in den Krieg zieht? Sind wir damit gemeint? Allgemein wird das meist gerne auf uns bezogen, dass wir vorher die Kosten überschlagen oder prüfen sollen, ob wir im Krieg gegen einen Feind in Überzahl bestehen können. Ich glaube aber, dass eine solche Auslegung hier keinen Sinn macht. Der Herr ist derjenige, der etwas baut, und er ist doch der König, der gegen einen alles beherrschenden Feind in den Krieg zieht! Was will aber der Herr damit sagen? Er hat etwas vor. Er will etwas bauen, doch hat er das Nötige zur Ausführung? Er will gegen einen gewaltigen Herrscher in den Krieg ziehen und in sein Reich eindringen, doch kann er es wagen, in Unterzahl gegen ihn vorzugehen und zu bestehen? Was braucht er zur Ausführung des Baus, und was braucht er, um den Krieg zu führen und zu bestehen? Er sagt es am Schluss dieses Vergleichs in V. 33:

So kann keiner von euch, der nicht allem entsagt, was er hat, mein Jünger sein.

Ja, der Herr hat die Kosten überschlagen, und er hat geprüft und überlegt, ob er den Krieg gewinnen kann! Ja, und er ist zu dem Ergebnis gekommen, es wird gehen, es wird gelingen. Er braucht nur eines dazu: wahre Jünger, die ihn über alles lieben, und die allen eigenen Zielen und Wünschen entsagen, die bereit sind für ihn und seine Sache zu leben und zu sterben. Für sein Vorhaben braucht er Jünger, die allem entsagen, ihn über alles lieben, und ihm nachkommen.

Dann spricht Jesus noch davon, dass das Salz gut ist. Ja, solche Jünger sind das Salz der Erde, wie er es auch in der Bergpredigt sagte: Ihr seid das Salz der Erde! Und solches Salz ist gut, es erfüllt seinen Zweck. Salz würzt Speisen, verhindert Fäulnis, verursacht Durst, unterstützt den Geschmack: So sollen seine Nachfolger der menschl. Gesellschaft Würze geben, vor dem Verderben bewahren und dazu bringen, sich nach Gerechtigkeit zu sehnen und nach wahrem Leben zu dürsten und einen deutlichen Eindruck von Christus hinterlassen.

Und Jesus stellt dann eine Frage:

Wenn aber auch das Salz kraftlos geworden ist, womit soll es gewürzt werden?

Christsein ohne echte Jüngerschaftsmerkmale ist kraftloses Salz, nutzloses Salz. Hingegen ist Christsein mit Buße, Glauben, Gehorsam, Liebe und Hingabe Salz und Licht mit Kraft und Ausstrahlung, dass mit Macht in Feindesland eindringt und Menschen zum Herrn zieht.

Es beschäftigt mich sehr, und die Frage treibt mich um, ob nicht unser christliches Leben und unsere Gemeinden Salz geworden sind, dass kraftlos ist, oder wie der Herr es auch vergleicht, Licht, das wie unter einem Gefäß ist. Ich wünsche mir, dass uns alle diese Frage beschäftigt und umtreibt: wie sind wir gutes Salz? Wie sind wir Licht, das leuchtet vor den Menschen? Die Antworten, die ich finde, sind die alten: Buße mit all ihren Merkmalen und Früchten, Glauben und Vertrauen zum Herrn und seinem Wort, Gehorsam und Tun des Wortes, Liebe zu Gott und dem Nächsten und das hingehen und das Sein unter den Menschen. Wir müssen dahin zurück finden, und dabei lernen, dies aus menschlichen Traditionen und Überlieferungen, menschlicher Frömmigkeit und Religiösität, christlichem Schein und falschem äußerlichen Christentum herauszuschälen.

Vor einiger Zeit bekam ich ein Prinz Eisenherz Comic in die Finger. Unsere Kinder leihen sich ja alles mögliche aus der Bücherei aus. Ich muss sagen, diese Geschichten und Sagen und Abenteuer und Heldengeschichten haben mich wirklich gefesselt und ich konnte den Band kaum aus der Hand legen, bevor ich nicht durch war. Ich bin dabei auf ein paar Worte gestoßen, die mich angesprochen haben, weil sie mich an jemand anders erinnert haben. Ich zitiere nur einen Teilsatz: (Zitat aus Prinz Eisenherz Band 2) … und Krieger, die einen Anführer suchen, der es wert ist, dass man ihm folgt. Dabei waren ein paar verwegene umherziehende Ritter auf ihren Schlachtrössern gezeichnet. Ich musste dabei zunächst denken an König David. Von ihm können wir folgendes lesen in 1.Sam 22,1-2:

Und David ging von dort weg und entkam in die Höhle Adullam. Und als seine Brüder und das ganze Haus seines Vaters es hörten, kamen sie dorthin zu ihm hinab. Und es versammelten sich zu ihm jeder Bedrängte und jeder, der einen Gläubiger hatte, und jeder, der erbitterten Gemüts war, und er wurde ihr Oberster, und es waren etwa 400 Mann bei ihm.

David war bereits der gesalbte König von Israel. Aber er musste fliehen und sich verstecken vor dem noch amtierenden König Saul, der ihm nach dem Leben trachtete. Zunächst alleine in seinem Versteck, hatte sich bald eine Anzahl von 400 Männern um ihn versammelt, die ihn als ihren Obersten ansahen. Wie werden diese Männer hier charakterisiert? Es waren welche, die in Nöten und Bedrängnissen waren. Dann hatten einige Schulden, die sie an ihre Gläubiger nicht zahlen konnten, und andere, die erbitterten Gemüts waren, d.h. offensichtlich solche, die erbittert waren, weil das Schicksal ihnen übel mitgespielt hatte, weil sie vielleicht Unrecht erlitten hatten oder gescheitert waren. Warum kamen sie wohl zu David? Er war zu diesem Zeitpunkt geächtet, verfolgt, gejagt und in der absoluten Minderheit. Dennoch war er in ihren Augen wert, ihr Anführer zu werden und sie stellten sich auf seine Seite. Nun, David war zu diesem Zeitpunkt kein Unbekannter mehr. Er hatte schließlich Goliath besiegt und einige Siege über die Philister errungen. Und dennoch schien sich das Blatt gegen ihn gewendet zu haben. Vielleicht dachten diese Männer in ihrer Bedrängnis, Schuld und Erbitterung, keiner versteht uns so gut wie er. Und vielleicht glaubten Sie auch, dass er dennoch der von Gott berufene König sei, auch wenn es nicht danach aussah. Sie stellten sich auf die Seite eines geächteten, verfolgten Mannes, und kamen von allen Seiten zu ihm. Etwas zog sie an diesem Mann an und bewog sie dazu, ihn zu ihrem Haupt zu machen.

Aber David ist hier ein Vorbild auf den Herrn Jesus Christus. Auch wenn er der rechtmäßige und gesalbte König ist, finden wir ihn doch in dieser Zeit verworfen, verfolgt, geächtet. Und doch gibt es eine kleine Schar derer, die zu ihm gekommen sind, die wie du und ich in ihm den wahren König erkannt haben. Und was sind das für Menschen? Es sind solche in mancherlei Nöten und Bedrängnissen, und niemand konnte ihnen helfen. Es sind solche, die Schulden mit sich tragen, die sie nicht mehr zurückzahlen können, und sie werden ihnen zu groß und zu schwer, und sie werden von ihrer Sündenlast und ihren Gläubigern bedrückt und wollen ihnen entfliehen. Und es sind solche, die erbitterten Gemüts sind. Ja es sind Menschen, die erbittert sind an diesem Leben, die leiden am Unrecht, an ihrem Schicksal, die keine Antworten gefunden haben auf ihre Fragen. Hey, und da kommt einer in unser Leben, und spricht zu uns: Komm, folge mir nach! Ich will dein Anführer sein. Und er rief wie es in Mt 12,28-30 steht:

Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.

Wie ist die Geschichte mit David weitergegangen? Er kam später zum Königtum und zur Herrschaft in Israel. Und schau einmal an das Ende seines Lebens, und lies in 2.Sam 23,1 und ab Vers 8 bis Ende. Wem ist dieses Kapitel gewidmet? Sie werden Helden Davids genannt. Es werden viele Namen genannt. In Vers 13-17 wird uns dazu noch eine Begebenheit erzählt, die zeigt, welchen Platz der König im Herzen derer hatte, die zu Helden wurden. Sein Wunsch war ihnen Befehl, und David ist bewegt und beeindruckt von ihrer Hingabe an ihn!

Es beeindruckt mich auch bei Paulus Briefen, wie viele Namen dort erwähnt werden, wie er seine Wertschätzung zum Ausdruck bringt, wie diese unscheinbaren Menschen, von denen die Weltgeschichte keine Notiz genommen hat, für immer im Wort Gottes verewigt wurden. Es ist so kostbar in den Augen des Herrn, wenn seine Liebe zu uns in uns eine Antwort findet, die dann auf die eine oder andere Weise sichtbar wird. Es sind die wahren Helden dieser Weltgeschichte, sie kämpfen für die beste Sache, ihre Namen sind kostbar in den Augen ihres Anführers, des Herrn Jesus, des Sohnes Davids.

Worum geht es?

  • Ihn aufs neue zu lieben, zu vertrauen, zu ehren, zu gehorchen. Wer ist er, und was haben wir nicht in ihm? Welchen Platz hat er in meinem Herzen? Es ist eine große Ehre und Vorrecht, mit ihm zu leben und von ihm zu lernen und ihm zu dienen! Und es ist doch sehr spannend, was er mit uns vorhat, und so befreiend, sich ganz auf ihn einzulassen! Und dabei dürfen wir noch fest wissen, dass er uns sicher ans ewige Ziel führt!
  • Unseren Platz im Leben zu finden, um hier dankbar, mit Freude und Liebe zu sein, und zu wissen, hier hat der Herr mich hingestellt, hier will ich mit ihm sein, und hier will ich mich von ihm gebrauchen lassen.
  • Was ist mein Dienst, was sind meine Aufgaben, wie will mich der Herr gebrauchen, wie kann ich mich dafür zurüsten lassen und lernen? Wofür hat der Herr mich angeworben? Wir wollen ihm treu darin dienen in einem Geist der Anbetung!

Es ist gut, wenn man vor dem Herrn und für sich betend darüber nachdenkt und den Herrn fragt.

Zum Schluss noch 1.Chr 12,19:

Da kam der Geist über Amasai, das Haupt der Anführer: Dein sind wir, David, und mit dir, Sohn Isais! Friede, Friede dir, und Friede deinen Helfern, denn dein Gott hilft dir! – Und David nahm sie auf und setzte sie zu Häuptern von Scharen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s