Ihr seid Salz der Erde und Licht der Welt: wer ist ihr?

Von da an begann Jesus zu predigen und zu sagen: Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe gekommen.  Mat 4,17

Und Jesus zog in ganz Galiläa umher, lehrte in ihren Synagogen und predigte das Evangelium des Reiches …  Mat 4,23a

Als er aber die Volksmengen sah, stieg er auf den Berg; und als er sich gesetzt hatte, traten seine Jünger zu ihm. Und er tat seinen Mund auf, lehrte sie und sprach:
Glückselig die Armen im Geist, denn ihrer ist das Reich der Himmel. Glückselig die Trauernden, denn sie werden getröstet werden. Glückselig die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben. Glückselig, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie werden gesättigt werden. Glückselig die Barmherzigen, denn ihnen wird Barmherzigkeit zuteil werden. Glückselig die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott sehen. Glückselig die Friedensstifter, denn sie werden Söhne Gottes heißen. Glückselig die um der Gerechtigkeit willen Verfolgten, denn ihrer ist das Reich der Himmel. Glückselig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und alles Böse lügnerisch gegen euch reden um meinetwillen. Freut euch und frohlockt, denn euer Lohn ist groß in den Himmeln; denn ebenso haben sie die Propheten verfolgt, die vor euch waren.
Ihr seid das Salz der Erde; wenn aber das Salz kraftlos geworden ist, womit soll es gesalzen werden? Es taugt zu nichts mehr, als hinausgeworfen und von den Menschen zertreten zu werden.
Ihr seid das Licht der Welt; eine Stadt, die oben auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen sein. Man zündet auch nicht eine Lampe an und stellt sie unter den Scheffel, sondern auf den Lampenständer, und sie leuchtet allen, die im Haus sind. Ebenso lasst euer Licht leuchten vor den Menschen, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen. 
Mat 5,1-16

Jesus beginnt zu predigen. Der größte aller Prediger, der Sohn Gottes selbst, beginnt, seinen Mund weit auf zu machen und uns die Worte Gottes hören zu lassen. Wir sollten wirklich genau hinhören, was er zu sagen hat. Die Bergpredigt steht am Anfang des Neuen Testaments. Dies zeigt ihre Wichtigkeit, das NT wird sozusagen damit eröffnet. Nachdem uns die Ankunft des Königs beschrieben wird, fasst er in dieser Predigt zusammen, was die Grundsätze seines Reiches sind, wie man Zugang erhält zu seinem Reich, und wie er sich seine Untertanen vorstellt und was er von ihnen erwartet. In der Bergpredigt und im Matthäusevangelium wird uns das Reich der Himmel beschrieben. Warum Reich der Himmel? Es ist ein Reich, dessen Ursprung im Himmel ist und in dem Grundsätze des Himmels gelten. Die Grundsätze des Reiches der Himmel sind anders als die Grundsätze irgend einer menschlichen Regierung.

Der Predigtdienst Jesu beginnt damit, dass er die Menschen auffordert, Buße zu tun. Dies hat auch Johannes der Täufer getan. Die Predigt der Buße geht der Bergpredigt voraus und führt dorthin. Buße, das ist Einsicht, Reue, Umdenken, Umkehr und Gesinnungsänderung, ist angesagt. Warum Buße? Weil die Menschen, so wie sie sind, nicht zu diesem König und seinem Reich passen! Sie gehören noch zu einem anderen Reich und einem anderen Herrscher, und sind Knechte der Sünde. Sie gehören zu dieser Welt, und zu dem Weltbeherrscher dieser Finsternis, dem Satan. Durch Buße würden die Menschen passend werden für den König und sein Reich. Er predigte eine gute Nachricht, eine frohe Botschaft in Verbindung mit dem Reich der Himmel, und daß Jesus nun gekommen ist. Denn er ist ein Retter und Befreier, er ist ein guter und herrlicher König, und es gibt für die Menschen nichts besseres, als unter seine Regierung zu kommen und zu ihm zu gehören. Und es ist das Ziel und der Mittelpunkt aller Gedanken Gottes, alles zurückzubringen unter die Regierung seines Sohnes!

Die Bergpredigt beginnt mit den Seligpreisungen. Menschen mit bestimmten Merkmalen, Eigenschaften, Verhaltensweisen werden vom Herrn als Glückliche gepriesen. Was sind das für Menschen? Wenn wir uns diese Merkmale, Eigenschaften und Verhaltensweisen genauer anschauen, stellen wir fest, daß dies ein Portrait des idealen Bürgers in Christi Königreich ist! Es ist das Bild der Menschen, die für dieses Reich bestimmt sind und für die dieses Reich bestimmt ist.

Und wenn wir noch genauer hinschauen, stellen wir fest, daß die aufgeführten Merkmale, Eigenschaften und Verhaltensweisen den Zustand und die Früchte von Menschen beschreiben, die Buße getan haben. Jesus predigte zuvor: Tut Buße! Wie aber ist ein Mensch und woran erkennt man einen Menschen, der Buße getan hat? In den ersten vier Seligpreisungen werden Wesenszüge der Buße, in den zweiten vier Wesenszüge der Frucht der Buße dargestellt, jeweils mit einer Belohnung. Und Menschen mit diesen Merkmalen werden vom Herrn als die wahrhaft Glücklichen gepriesen!

Wissen wir, was Buße ist? Buße ist zunächst etwas was man tut. Man wird von Sünde überführt, man sieht es ein, man empfindet Reue und bekennt, daß Gott recht hat und ich im Unrecht bin. Man ändert sein Denken und Gesinnung, man kehrt um und schlägt einen neuen Weg ein. Doch dann ist Buße auch eine Haltung, eine geistliche Verfassung und Zustand, die man einnimmt, in der man lebt, und die Früchte zeigt, das heißt erkennbare Folgen hat und Veränderungen im Wesen und Verhalten mit sich bringt. Hast du schon Buße getan? Du kannst es gleich erkennen, ob das Bild des Menschen, daß Jesus hier aufzeichnet, auf dich zutrifft!

Wer sind die Glücklichen in den Augen der Menschen? Die Reichen, die Schönen, die Starken und Gesunden, die Erfolgreichen, die Angesehenen und Berühmten, die Wichtigen und Mächtigen, die mit besonderen Fähigkeiten ausgestatteten, die von Leid verschonten. Die von Jesus glücklich gepriesenen müssen andere Voraussetzungen erfüllen. Es sind oft die Menschen, die unter weltlichen Gesichtspunkten beurteilt Arme sind (1.Kor 1,26-29, Jak 2,5). Der Mensch, wie er uns hier geschildert wird, steht im starken Kontrast zu dem Menschen in dieser Welt. Das genaue Gegenteil der Seligpreisungen kennzeichnet den Zustand des gottlosen Menschen.

Zuerst werden die Wesenszüge der wahren Buße beschrieben.

Armen im Geiste: Dies ist keine natürliche Eigenschaft, sondern ein Zustand, dem man sich absichtlich unterworfen hat. Es ist eine Haltung vor Gott. Es sind Menschen, die ihre eigene Sündigkeit, Hilflosigkeit und Bedürftigkeit erkannt haben und sich auf Gott verlassen, der ihren Mangel ausfüllt. Das Gegenteil wäre Selbstzufriedenheit, Eigenlob, Eigendünkel, Hochmut und Stolz. Den Armen im Geiste ist das Reich der Himmel: Dies kennzeichnet eine Zugangsvoraussetzung. Ohne das wir einmal an den Punkt gekommen sind, uns vor Gott als solche zu sehen, die in sich selbst hilflos, kraftlos, sündig, verloren sind und nichts vorzuweisen haben, was Gott gefallen könnte, werden wir seine Erlösung und Rettung nicht erfahren und nicht in sein Reich eingehen.

Trauernde: Hier ist nicht die Trauer durch die Wechselfälle des Lebens gemeint. Es geht um die Trauer wegen der eigenen Sünde, dem Schmerz wegen der Sünde und ihren schrecklichen Folgen in dieser Welt und im Leben der Menschen, die uns umgeben, der Ablehnung Gottes und seines Retters, der Verlorenheit der Menschen. Gott wird jede Träne abwischen (Ofb 21,4). Das Gegenteil von dieser Trauer wäre Gleichgültigkeit, Empfindungslosigkeit, Abgestumpftheit, Gewissenlosigkeit, Verhärtung.

Sanftmütigen: z.B. bei Erbstreitigkeiten werden die Sanftmütigen sich eher übervorteilen lassen, nicht um ihre Rechte kämpfen, verzichten können und die persönlichen Bedürfnisse zurückstecken, anderen den Vortritt lassen. Sanftmut ist ein Resultat der Demut. Demut ist die Annahme der Tatsache, gering und niedrig zu sein. Sanftmut ist das Ausleben wahrer Demut im Verhältnis zum Nächsten. Der Sanftmütige gibt im Zusammenleben mit anderen Menschen zu erkennen, ihn höher zu achten als sich selbst und kann in Milde tragen und Angriffe auf seine Person dulden. Du darfst nicht vergessen, daß während du sanftmütig in dieser Welt lebst, du gleichzeitig Erbe Gottes bist. Was soll’s, hier Unrecht zu ertragen, übervorteilt zu werden, den Kürzeren zu ziehen. Du wirst einmal die ganze Erde besitzen und mit Christus darüber herrschen!

Die nach Gerechtigkeit hungern und dürsten: Sie sehnen sich nach Gerechtigkeit, Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit und Wahrheit. Sie wollen frei werden von der Sünde und haben sich von ihr abgewendet. Sie suchen Reinheit und Heiligkeit, ein Leben in Übereinstimmung mit Gott. Und sie sehnen sich danach, auch andere und die Welt befreit zu sehen von Sünde und Ungerechtigkeit. Sie werden gesättigt werden, denn es wird die Zeit kommen, daß Christus alle Ungerechtigkeit verbannen wird und Gerechtigkeit herrscht. Und die Ewigkeit wird für die Erlösten einen ewigen Zustand frei von jeder Art von Sünde und in vollkommener Gerechtigkeit und Heiligkeit mit sich bringen. Das Gegenteil von nach Gerechtigkeit hungern und dürsten? Das Böse und die Sünde lieben und danach verlangen und sich davon treiben lassen.

Die folgenden Seligpreisungen zeigen uns Wesenszüge der Früchte der echten Buße.

Die Barmherzigen: Menschen, die die Barmherzigkeit Gottes in Bezug auf ihre eigene Sünde und Unzulänglichkeit von Gott erfahren haben, gehen auch mit anderen barmherzig um. Sie bringen dem Sünder und Irrenden Mitgefühl entgegen, sie sind versöhnlich und vergeben gerne. Und wenn wir mit der gleichen uns von Gott geschenkten Barmherzigkeit und Nachsicht uns um die Nöte anderer kümmern und ihrer annehmen, wird Gott sich auch um unsere Nöte kümmern. Das Gegenteil von Barmherzigkeit? Härte, Unversöhnlichkeit, Schadenfreude, Mangel an Mitgefühl und Hilfsbereitschaft, Ausnutzen von Schwächen und Unzulänglichkeiten anderer.

Die reinen Herzens sind: die ihr Herz gereinigt haben, sind frei von falschen Motiven, haben ein reines Gewissen, sind aufrichtig und wahr geworden. Aus einem neuen Herzen heraus zeigen sie eine neue Gesinnung und ein neues Sinnen und Trachten in ihrem Leben. Sie werden jetzt schon Gemeinschaft mit Gott haben, ihn im Glauben und der Kraft des Heiligen Geistes und im Wort schauen und erkennen, und werden ihn auch in Ewigkeit schauen und sehen von Angesicht zu Angesicht. Das Gegenteil davon: Falschheit, Lüge, Heuchelei, unreine Motive und Gesinnung, das eigene Herz beherrscht vom Ego.

Friedensstifter: Als Friedensstifter offenbart man die Wesensverwandtschaft mit Gott, denn Gottes Absicht ist Frieden und Versöhnung, Vergebung, Einheit und Gemeinschaft. Wir sollen uns als echte Söhne Gottes offenbaren, indem wir in demselben Geiste handeln. Unser Anliegen sollte sein, Streit aufzuheben, die Menschen wieder zusammenzubringen, Dinge zu ordnen, auf Vergebung und Versöhnung hinzuwirken, Fürsprecher und Schlichter zu sein, den ersten Schritt zu tun, auf andere zuzugehen. Das Gegenteil: Streitsucht, Unversöhnlichkeit, Verhärtung, Zwietracht säen, verleumden, die Feindschaft pflegen.

Um Gerechtigkeit willen Verfolgten:Auch dies gehört zu den Folgen im Leben der Menschen, die Buße getan haben. Weil sie die Gerechtigkeit tun und in der Wahrheit leben, werden sie häufig verfolgt. Sie erfahren Widerstand, Unverständnis, Ablehnung, Feindschaft, Haß, Verleumdung usw. Es ist die Auswirkung davon, daß die Welt im Bösen liegt, und Menschen die Finsternis mehr lieben als das Licht. Und Menschen, die im Licht leben, werden immer wieder auch die Feindschaft der Finsternis auf irgend eine Art und Weise zu spüren bekommen. Den Verfolgten wird die Aussicht auf das Reich der Himmel vor Augen gestellt. Die Tatsache, daß das Reich ihrer ist, steht in krassem Gegensatz zu ihrer gegenwärtigen Realität von Verfolgung und Unterdrückung. Es ist Ausdruck von der Tatsache, daß obwohl Christus König ist und Gott ihm alles unterworfen hat, wir ihm jetzt noch nicht alles unterworfen sehen. Er ist ein verworfener König, dessen Reich aber nichtsdestotrotz existiert, noch in einer unsichtbaren Form. Und wir teilen sein Los. Und Unannehmlichkeiten um der Gerechtigkeit willen gehören dazu. Es zeigt, wie viele Menschen auf das Zeugnis eines Lebens in Gerechtigkeit und Wahrheit reagieren werden. Solche werden sehr ermutigt! Sie sind in guter Gesellschaft, sie dürfen reiche Belohnung erwarten, sie dürfen sich auch dieser Realität mit Freuden stellen und nicht übermäßig beschweren und ängstigen lassen.

Ihr seid das Salz der Erde … ihr seid das Licht der Welt …: Wer ist nun mit Ihr gemeint? Diese Menschen, die hier beschrieben wurden, sind’s: sie sind Salz und Licht in der Welt! Auf sie kommt es an, sie sind die wirklich wichtigen!

Salz würzt Speisen, verhindert Fäulnis, verursacht Durst, unterstützt den Geschmack: So sollen seine Nachfolger der menschl. Gesellschaft Würze geben, vor dem Verderben bewahren und dazu bringen, sich nach Gerechtigkeit zu sehnen und einen deutlichen Eindruck von Christus hinterlassen. Salz steht für die Kraft des Zeugnisses. Es wird die Möglichkeit erwähnt, daß Salz kraftlos oder fade wird. Das Zeugnis der Jünger Jesu verliert an Kraft, wenn sie die obengenannten Merkmale verlieren, bzw. abgeschwächt werden.

Licht kann und soll nicht verborgen bleiben. Es soll auch anderen leuchten, und gerechte Werke darstellen zur Verherrlichung Gottes. Diese gerechten Werke sind das Ergebnis eines Charakters, wie er oben dargestellt wurde, und ein solcher kann nicht verborgen bleiben. Oder doch? Man kann auch das Licht unter den Scheffel stellen, daß es verborgen bleibt. Licht steht für die Darstellung des Zeugnisses.

Nun möchte ich aber noch auf ein Problem zu sprechen kommen. Die Jünger sollen Salz der Erde und Licht der Welt sein. Kennt ihr die Redensart: wie Salz im Salzfass? Salz gehört in die Suppe oder unters Essen, sonst erfüllt es seinen Zweck nicht. So sollen auch die Jünger mitten unter den Menschen leben, um ihre volle Wirksamkeit zu entfalten. Aber viele Gläubige und Gemeinden sind wie Salz im Salzfass, oder wie ein Licht unter dem Scheffel. Warum? Sie haben sich zurückgezogen, sie verkehren nur noch unter Ihresgleichen, sie haben kaum noch Kontakte, normale Beziehungen, Freundschaften mit Menschen, die Jesus noch nicht kennen und an ihn glauben. Oft haben Sie die Lehre von der Absonderung von der Welt falsch verstanden. Sie haben sich auch von den Menschen zurückgezogen. Es gibt kaum noch Berührungspunkte. Der Herr hat viel Zeit verbracht mit Ungläubigen. Er hat mit ihnen gegessen und getrunken. Er besuchte sie, lebte unter ihnen, interessierte sich für sie, kümmerte sich um sie. Der Herr sagt an anderer Stelle: ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Dies ist Gottes Kontrastprogramm. Wir sind Angehörige eines neuen Reiches und neuen Königs. Doch wir leben noch in dem alten Reich, und sind Gesandte und Zeugen unseres Königs, für sein Reich zu werben. Mitten im alten Reich leben wir für das neue, wir leben unter der wunderbaren Autorität des neuen Königs, und sollen andere Menschen dazu bringen, durstig zu werden nach ihm.  Suche Möglichkeiten, Zeit mit Menschen zu verbringen. Lade sie ein, besuche sie. Suche etwas, was du mit ihnen zusammen unternehmen kannst. Suche Gelegenheiten, neue Menschen kennenzulernen und sie gern zu haben und ihr Freund zu werden. Wie sollen Menschen dich kennenlernen? Sie sollen ein durch Jesus verändertes Leben, einen veränderten Charakter studieren können. Den müssen sie vor Augen haben. Dazu musst du bei ihnen sein!

Das Problem ist oft, daß das Leben der Gläubigen zugepflastert ist mit christlichen Aktivitäten und Veranstaltungen, und sie haben auf einmal keine Zeit mehr, und leben nur noch in einer Art christlichen Subkultur. Mit der Zeit versteht man die Menschen nicht mehr, wie sie denken, was sie fühlen, was sie umtreibt, wo sie stehen. Und anstatt Evangelisation ein Lebensstil ist, wird sie zur Aktion. Man macht dann vielleicht eine Veranstaltung, aber kaum jemand kommt. Warum? Weil man zu weit weg!

Buße ist erst der Beginn, der Einstieg, der Zugang zu Jesus und seinem Reich. Was aber nun folgt in der Bergpredigt, ist ein längerer Abschnitt, in dem Jesus über den Maßstab seiner Gerechtigkeit spricht, der für sein Reich gültig ist. Der Mensch, der Buße getan hat, ist nun bereit, neue Grundsätze und Orientierung für sein Leben mit seinem neuen König zu empfangen, und braucht eine Sicht dafür, wie er nun leben soll, wie wahre Gerechtigkeit aussieht, wie die gerechten Werke aussehen, die als Licht vor den Menschen leuchten und als Salz wirken sollen. Er fordert seine Untertanen ja auf: Also lasset euer Licht leuchten vor den Menschen, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen. Jesus ist nicht mehr sichtbar auf dieser Welt. Wenn die Menschen das Reich Gottes heute erkennen sollen, dann müssen sie es im Leben der Bürger des Reiches sehen. Es wird sichtbar, indem die Herrschaft Christi sich in unserem Herzen und in unseren Taten ausdrückt. In der Praxis bedeutet das, daß die Bürger des Reiches einfach anders sind als die übrigen Menschen in dieser Welt, und zwar genau so anders, wie es die Bergpredigt beschreibt!

Wir wollen mitwirken, das Evangelium von Jesus Christus zu verbreiten, und neue Gemeinden zu gründen? Dann müssen wir klein anfangen: mit Buße, einem Herz der Buße, einer bleibenden Haltung der Buße. Wir müssen die Wesenszüge und Früchte eines neuen Charakters in unserem Leben offenbaren, wie sie uns in den Seligpreisungen beschrieben werden. Dann sagt der Herr auch zu uns: Ihr seid … die Leute, mit denen ich etwas bewegen will! Das ist das kleine einmaleins, die Basis einer fruchtbaren Wirksamkeit für ihn. Wenn wir dies vernachlässigen, werden wir kraftloses und fades Salz sein, das zu nichts zu gebrauchen ist.

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