Ein Plan

Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, dass ich in ihrer Mitte wohne. Nach allem, was ich dir zeige, das Muster der Wohnung und das Muster aller ihrer Geräte, so sollt ihr es machen. 2.Mo 25,8-9
Und alle, die weisen Herzens sind unter euch, sollen kommen und alles machen, was der Herr geboten hat … 2.Mo 35,10
Und sie kamen, jeder, den sein Herz trieb, und jeder, der willigen Geistes war, brachte das Hebopfer des Herrn für das Werk des Zeltes der Zusammenkunft … 2.Mo 35,21
Und Bezaleel und Oholiab und alle Männer, die weisen Herzens waren, in die der Herr Weisheit und Verstand gelegt hatte, damit sie alles Werk der Arbeit des Heiligtums zu machen wüssten, taten nach allem, was der Herr geboten hatte. 2.Mo 36,1
Und Mose tat es, nach allem, was der Herr ihm geboten hatte, so tat er. Und es geschah im ersten Monat, im zweiten Jahr, am Ersten des Monats, da wurde die Wohnung aufgerichtet.
2.Mo 40,16-17
Und so vollendete Mose das Werk. Und die Wolke bedeckte das Zelt der Zusammenkunft, und die Herrlichkeit des Herrn erfüllte die Wohnung. 2.Mo 40,33b-34

Gott ist ein Architekt! Und dazu ist er der Bauherr und Initiator in einer Person! Gott hatte sein Volk Israel aus Ägypten errettet und befreit und sie herausgeführt in die Wüste an den Berg Sinai. Dort rief er Mose zu sich auf den Berg, und dort offenbarte er ihm seine Absicht: das Volk sollte ihm ein Heiligtum machen, dass er mitten unter ihnen wohne. Und er gab Mose dort auf dem Berg ein genaues Bild von seiner Wohnung, der Stiftshütte, mit allen seinen Geräten und Einrichtungen, dem Priester- und Opferdienst. Er zeigte Mose alle Details, und schärfte ihm ein, dass sie es alles genau so machen sollten, wie er es auf dem Berge gesehen hatte. Gott hatte Mose nicht einfach nur gesagt, er solle ihm eine Wohnung bauen, sondern er solle sie genau so bauen, wie er es ihm gezeigt hatte! Gott überließ nichts dem Zufall, oder der Fantasie und Willkür des Menschen. Er hatte einen Plan! Und er offenbarte diesen Plan! Und dieser Plan musste unbedingt genau befolgt werden. Das, worin Gott wohnen und wodurch er sich offenbaren will, muss völlig in Übereinstimmung mit seinem Wesen sein. Bei jedem Detail hatte er sich etwas dabei gedacht, alles hatte einen Sinn und Bedeutung, und entsprach seiner vollkommenen Weisheit und Genialität. Das was entstehen sollte, sollte ein Heiligtum sein, ein Tempel, zur Verherrlichung und Anbetung Gottes. Und es sollte eine Wohnung sein, denn Gott wollte darin unter den Menschen wohnen, die er errettet und zu sich geführt hatte. Das Wort „wohnen“ kommt von „Wonne haben, zufrieden sein“, und es sollte die Freude und Wonne Gottes sein, mit den Menschen, die er herausgerettet hat, Gemeinschaft zu haben, bei ihnen zu sein, sie überaus reich zu segnen. Das Heiligtum wird auch „Zelt der Zusammenkunft“ genannt, denn dort wollte Gott mit seinem Volk zusammenkommen, ihnen begegnen, mit ihnen reden und sich ihm in seiner Herrlichkeit offenbaren.

Als sie dann alles genau so gemacht hatten, wie Gott es gesagt hatte, erfüllte die Herrlichkeit Gottes die Wohnung! Fast 500 Jahre später, das Volk war inzwischen im Land Kanaan heimisch geworden, wurde die Stiftshütte unter König Salomo durch den Tempel aus Stein in Jerusalem ersetzt. Auch hier hatte David von Gott empfangen, wie der Tempel gebaut werden sollte, und David gab dieses Muster, wie es durch den Geist in ihm war, an seinen Sohn Salomo weiter, der das Haus Gottes bauen sollte (1.Chr 28,10-21). Und genauso wie bei der Stiftshütte, wurde auch der Tempel von der Herrlichkeit Gottes erfüllt, als er genau so gebaut worden war, wie Gott es gesagt hatte.

Was hat uns das zu sagen? Wir haben doch keinen sichtbaren Tempel, kein Gebäude mehr, dass irgendeine Bedeutung hätte! Aber …

… ihr seid Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes, aufgebaut auf der Grundlage der Apostel und Propheten, indem Christus Jesus selbst Eckstein ist, in welchem der ganze Bau, wohlzusammengefügt, wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn, in dem auch ihr mitaufgebaut werdet zu einer Behausung Gottes im Geist. Eph 2,19b-22
Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? 1.Kor 3,16

Der Tempel, das Haus und die Wohnung Gottes im Neuen Testament ist die christliche Gemeinde! Und dieses Haus ist ein geistliches Haus, gebaut mit lebendigen Steinen:

Zu welchem kommend, als zu einem lebendigen Stein, von Menschen zwar verworfen, bei Gott aber auserwählt, kostbar, werdet auch ihr selbst als lebendige Steine aufgebaut, ein geistliches Haus, zu einer heiligen Priesterschaft, um darzubringen geistliche Schlachtopfer, Gott wohl angenehm durch Jesus Christus. 1.Pet 2,4-5

Es wird also auch im Neuen Testament gebaut! Jesus kündigte an, dass er seine Gemeinde bauen wird (Mat 16,16-18), und die Gemeinde wird als Bau bezeichnet:

Denn wir sind Gottes Mitarbeiter, Gottes Ackerfeld, Gottes Bau seid ihr. Nach der Gnade Gottes, die mir gegeben ist, habe ich als ein weiser Baumeister den Grund gelegt, ein anderer aber baut darauf, ein jeder aber sehe zu, wie er darauf baut. 1.Kor 3,9-10

Und wie es auch beim Bau des Heiligtums im Alten Testament Männer gab (Bezaleel und Oholiab werden sogar mit Namen erwähnt), die Gott besonders befähigt und begabt hat, dieses Werk zu tun, hat Gott auch beim Bau der Gemeinde Männer besonders berufen und begabt. Es sind die Schlüsselbegabungen und -personen, die in Eph 4,11 aufgezählt werden: Apostel, Propheten, Evangelisten, Hirten und Lehrer. Sie arbeiten als Mitarbeiter Gottes, als „Vorarbeiter“ und örtliche „Bauleiter“, die alle anderen Gläubigen anleiten und zurüsten sollen, die Arbeit zu tun. Paulus bezeichnet sich selbst als einen weisen Baumeister, der den Grund gelegt hat, und andere bauen darauf auf und bauen weiter. Und Gott hat auch seinen Aposteln und Propheten ein Musterbild seiner Gemeinde gegeben. Und in den Schriften des NT finden wir es abgebildet. Wir finden, dass in ihnen auf jeden wichtigen Aspekt der christlichen Gemeinde eingegangen wird, entweder durch direkte Anordnungen und Gebote, in Lehraussagen, durch Anführung eines Prinzips, durch Lehren die man aus Ereignissen und Beispielen ziehen kann, durch Vorbilder. Je besser wir nun Gottes Willen erkennen und seine Gemeinde danach bauen, desto herrlicher wird seine Gegenwart und desto kraftvoller seine Offenbarung in der Gemeinde und durch die Gemeinde sein!

Lasst uns „nach Plan“ bauen! Nach dem Plan, den Gott selbst geoffenbart hat, und auf die Weise, die er angeordnet hat. Wir wollen uns das „Muster der Wohnung“ von ihm zeigen lassen und seinen Plan sorgfältig in seinem Wort studieren. Unser Herz treibt uns, und unser Geist ist willig, in den „Wohnungsbau“ einzusteigen. Der Herr wird uns Weisheit und Verstand für sein Werk geben. Er hat klare Anweisungen gegeben, wie Gemeinden gegründet und seine Gemeinde gebaut werden soll. Wir wollen ihm gehorchen. Überall, wo eine Gemeinde gegründet wird, findet Gott eine Wohnung unter den Menschen! Und verlorene Menschen finden zurück in die herrliche Gemeinschaft mit Gott! Gott sehnt sich danach!

Und es war im Herzen meines Vaters David, dem Namen des Herrn, des Gottes Israel, ein Haus zu bauen. Und der Herr sprach zu meinem Vater David: Weil es in deinem Herzen gewesen ist, meinem Namen ein Haus zu bauen, so hast du gut daran getan, dass es in deinem Herzen gewesen ist. 2.Chr 6,7-8

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