Der Weg des Evangeliums: eine Gemeindegründungsbewegung

Es geht um Jesus Christus, und das Evangelium von Jesus Christus! Es ist die Botschaft des ewigen Gottes, unseres Schöpfers, an die Menschen, die zu Gottlosen, Sündern und Feinden geworden sind, dass er uns liebt und in seinem Sohn Jesus Christus geliebt hat:

Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. Joh 3,16

Es ist das … Evangelium der Herrlichkeit des Christus, welcher das Bild Gottes ist (2.Kor 4,4), … das Evangelium der Gnade Gottes (Apg 20,24) und … das Evangelium eures Heils (Eph 1,13), und … es ist Gottes Kraft zum Heil jedem Glaubenden … (Röm 1,16). Wir sollen wissen, … wozu er euch berufen hat durch unser Evangelium, zur Erlangung der Herrlichkeit unseres Herrn Jesus Christus (1.Thes 2,14).

Der Weg des Evangeliums von Jesus Christus, ausgehend von Jerusalem, Judäa, Samaria bis an die Enden der Erde, ist eine Gemeindegründungsbewegung! In der biblischen Geschichte der ersten Jahrzehnte der christlichen Gemeinde und Ausbreitung des Evangeliums, der Apostelgeschichte, finden wir die Verbreitung des Evangeliums untrennbar verbunden mit der Gründung und Entstehung von örtlichen Gemeinden, an allen Orten, wo das Evangelium aufgenommen wurde. In den Briefen des Neuen Testaments, auch in den Sendschreiben der Offenbarung, stellen wir dann weiter fest, wie sehr es darum ging, die örtlichen Gemeinden zu stärken, gesund zu erhalten, sie in Glauben, Liebe und guten Werken und Lebenswandel zu fördern und zu bewahren. Paulus schreibt an die örtliche Gemeinde in Philippi:

Wandelt nur würdig des Evangeliums des Christus, damit, sei es, dass ich komme und euch sehe oder abwesend bin, ich von euch höre, dass ihr feststeht in einem Geist, indem ihr mit einer Seele mitkämpft mit dem Glauben des Evangeliums … Phil 1,27

Jede der örtlichen Gemeinden war an ihrem Platz dann ein Leuchter, ein Pfeiler und Grundfeste der Wahrheit, ein Zeugnis für ihren Herrn und das Evangelium, um weiter in ihre lokale Gesellschaft und ihre Region hinein zu wirken und allen Menschen die Möglichkeit zu geben, den Herrn Jesus kennen zu lernen.

Als der Plan für die Örtliche Gemeinde im Herzen und in den Gedanken Gottes entstanden ist, als Gott sie ausgedacht und entworfen hat, da dachte er an alle die Umstände, Schwierigkeiten und Kämpfe, denen die Christliche Gemeinde gewachsen sein müsse und an die Aufgaben, die sie in dieser Welt erfüllen solle. Gott wusste, dass die ganze Hölle sich aufmachen würde, um die Gemeinde anzugreifen und zu vernichten, sie von innen durch Streit und Uneinigkeit zu zerstören, durch Druck von außen niederzumachen, oder durch Verführung vom guten Weg abzubringen. Doch Gottes Plan sah nicht nur eine Gemeinde vor, die sich vor dem Bösen bewahren kann (Mat 16,18), sondern vielmehr eine Gemeinde mit einer Kraft und Fähigkeit, allen Widerstand der Hölle zu überwinden, weiter in Feindesland vorzudringen, zu wachsen, sich zu vermehren und neue Gemeinden zu gründen. Wir finden dies eindrucksvoll belegt in der Apostelgeschichte, wie ausgehend von Jerusalem, innerhalb weniger Jahrzehnte im ganzen Römischen Reich Gemeinden des Herrn gegründet wurden. Das geniale an den Gemeinden Gottes war dabei, dass jede örtliche Gemeinde, die auf dem biblischen Grund gebaut worden war, alle Information, göttliche Kraft und Fähigkeit in sich trug, wiederum, von sich ausgehend, zu wachsen, sich zu vermehren, sich selbst zu verwalten und zu erhalten, und Gemeinden in neuen Städten, Gebieten, Ländern oder Kontinenten zu pflanzen. Wir dürfen feststellen, dass Gottes Gemeinde, wie wir sie im Neuen Testament finden, so gestaltet ist, dass sie optimal geeignet ist, sich an alle denkbaren Umstände und in allen Nationen und Kulturen auf allen Erdteilen anzupassen. Sie ist so beschaffen, dass sowohl Gott dadurch verherrlicht wird und Gottes Herrlichkeit in ihr offenbar wird, dass die Gläubigen bewahrt, erbaut und für ihr Werk zugerüstet werden, und die ungläubige Welt mit dem Evangelium erreicht wird. Die Gemeinde ist ein Wunderwerk der Schöpfung Gottes.

Es scheint so, dass ganz gleich, welchen Dienst jemand tut und an welchem Werk jemand arbeitet: die Information, die er in sich tragen muss, die ist, dass alles Wirken Gottes durch den Menschen aus der Gemeinde kommt und letztlich in die Gemeinde mündet. Die Missionare der Apostelgeschichte wurden zum Werk des Herrn aus einer örtlichen Gemeinde entlassen, und ihr Wirken führte zur Gründung örtlicher Gemeinden.

Grundsätzlich kann man festhalten, dass es bei jeglicher Art von Mission doch prinzipiell nur zwei Möglichkeiten geben kann:

  • Menschen für Christus zu gewinnen, um sie als lebendige Bausteine in eine bestehende örtliche Gemeinde zu integrieren, weil sie dort am besten aufgehoben und versorgt werden.
  • Menschen, Familien, Gruppen von Menschen für Christus zu gewinnen, damit sie als lebendige Bausteine zu einem neuen Haus Gottes, zu einer neuen örtlichen Gemeinde zusammengefügt werden, weil dies der von Gott verordnete und bestmögliche Ort ist, an dem sie bewahrt, befestigt, auferbaut und zugerüstet werden und gemeinsam ihren Auftrag erfüllen sollen.

Im Neuen Testament finden wir den einzelnen Gläubigen vor Ort immer eingebunden in eine Gemeinschaft, die Gemeinschaft der örtlichen Gemeinde, die örtliche Familie Gottes.

Wenn wir ein Anliegen für die Ausbreitung des Evangeliums haben, kommen wir nicht umhin, über Gemeindegründung und Gemeindegründungsbewegungen, wie wir sie im Neuen Testament finden, nachzudenken und sorgfältig deren Entstehung, Wege, Prinzipien, Methoden, Strategien zu studieren. Entsteht durch die Verkündigung des Evangeliums eine Gemeinde, wird dessen Frucht bewahrt, zur Reife gebracht und vervielfacht. Am Anfang der biblischen Gemeindegründungsbewegung stand Jesus mit seinen Jüngern, die er dafür ausgebildet hat, nach seinem Abschied ihm so zu dienen und zu gehorchen, dass genau das dabei heraus kam, was wir in der Apostelgeschichte beobachten können: eine gewaltige Gemeindegründungsbewegung!

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